Integration gelingt beim Sport

Copyright Echo E-Paper, 10. April 2019

Coaches berichten über ihre guten Erfahrungen mit der Flüchtlingsbetreuung im Odenwaldkreis

ODENWALDKREIS (ric). Derzeit sind es die Kommunen Michelstadt, Bad König, Erbach, Höchst und Oberzent, in denen Sportcoachs zur besseren und leichteren Integration von Migranten die Völker verbindende und integrative Rolle des Sports nutzen. Ihre Erfahrungen aus dieser Tätigkeit tauschten die Odenwälder Sportcoachs jetzt bei einem Treffen auf Einladung des Sportkreisintegrationsbeauftragten Klaus-Dieter Neumann aus. Nach Meinung von Neumann verläuft der Integrationsprozess im Odenwald ziemlich geräuschlos, da sich einerseits die Zahl der zugewanderten Frauen, Männer und Kinder in überschaubaren Grenzen hält und sich viele Helferinitiativen für diese Personengruppen engagieren.

Erneut ein Frauen-Kurs zur Selbstverteidigung

Dies wurde von Elke Guthier bestätigt, die mit Christel Zill in Bad König aktiv ist. Die jüngste Aktion der beiden fand bei einem Integrationsfest statt. Die Idee der „Integration durch Sport“ vermittelten die Frauen durch gezielte Ansprache und das Anbieten der Kontaktförderung zu Vereinen. Außerdem berichteten sie von einem Frauen-Kurs zur Selbstverteidigung, der aufgrund guten Zuspruchs erneut und dieses Mal auf Kreisebene angeboten werden soll.

Besonders weit gediehene Pläne haben Alexander Carrasco-Torres aus Erbach und Rene Tunn aus Oberzent, die eine Neuauflage des im Herbst erfolgreich organisierten bubble soccer Turniers in Beerfelden bei einer größeren Veranstaltung im Sommer in Erbach vorstellten. Hierzu haben auch die anderen Sportcoachs ihre Unterstützung zugesagt. Außerdem trägt sich Tunn mit dem Gedanken, einen Schwimm- und einen Inlinerkurs anzubieten, wobei ihm die anderen helfen wollen, vor allem bei der Suche nach geeigneten Trainern.

„Als weiteren Schwerpunkt haben wir die Förderung der Vereine im Auge, die sich über das alltägliche Maß hinaus für Migranten engagieren“, meinte Michelstadts Sportcoach Thomas Scholz zu einem weiteren Ansatzpunkt. Hier seien in der Vergangenheit schon gezielt Zuschüsse geflossen, und auch dieses Jahr soll das bereitgestellte Geld wieder in die Projektarbeiten von Vereinen fließen.

In ähnlichen Bahnen verlaufen auch die Vorstellungen von Harald Staier, der sich in Höchst seit drei Jahren als Sportcoach engagiert. Über die mehr oder weniger originären Sportveranstaltungen hinaus sind auch wieder gemeinsame Aktivitäten von Gruppen, die aus Einheimischen und Flüchtlingen bestehen, in der Pipeline, wobei ein Besuch der Sommerrodelbahn oder eines Kletterparks im Vordergrund stehen. Die seitherigen Aktivitäten in dieser Hinsicht hätten sich bewährt und zu zahlreichen neuen Kontakten geführt.

Für sehr wichtig hält die Gruppe auch den Erhalt und Ausbau des vorhandenen Netzwerkes, zu dem die Ehrenamtsagentur und die „WIR“-Stelle im Landratsamt, das kommunale Jobcenter sowie karitative Organisationen gehören.


 

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